Bürgerinnen und Bürger haben Ehrlichkeit verdient …

… aufgrund der strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen können und wollen wir keine Wahlversprechungen abgeben, die unrealistische Hoffnungen wecken. Dennoch setzen wir uns natürlich mit voller Kraft für die weiter unten aufgeführten konkreten Themen ein.

Wir wollen die Transparenz und Beteiligung in der Kommunalpolitik stärken. Dazu gehört für uns:

  • Komplexität verständlich erklären statt vereinfachen
  • Politik auf der Grundlage von Fakten gestalten
  • Populistischen Vereinfachungen in kommunalen Debatten entgegentreten
  • Lokale Identität und Vielfalt wertschätzen

Wir wollen Chancen und Handlungsmöglichkeiten sichtbar machen – und damit die Widerstandsfähigkeit unserer Stadtgesellschaft gegenüber Frust und Polarisierung stärken.

Wir setzen uns für eine verantwortungsvolle Sozialpolitik ein, die das Miteinander stärkt und der sozialen Verarmung vorbeugt.

  1. Wohnraum schaffen:
  • Förderung des Sozialwohnungsbaus in sozial ausgewogenen Wohnquartieren im gesamten Stadtgebiet
  • Bezahlbarer Wohnraum
    • Geschosswohnungsbau fördern, da der Bedarf an kleinen Wohnungen hoch ist und weiter steigt
    • Effizientere Nutzung von bestehendem Wohnraum ermöglichen (zum Beispiel vertrauensvolle Kontakt-Plattform einrichten, in der beispielsweise große, von einer Person bewohnten Häuser, an junge Familien vermittelt werden können und gleichzeitig auch eine kleinere Wohnung für die alleinstehende Person)
    • Bildung von Baugenossenschaften
    • Tinyhäuser ermöglichen
  • Mehrgenerationenprojekte, Seniorenwohnanlagen ermöglichen
  1. Dringliche Schaffung einer Ersatzlösung für die bestehende Obdachlosenunterkunft – Engere Kooperation mit der Kreisbehörde bei der Betreuung von Obdachlosen
  2. Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Kindertagespflegepersonen: Sicherung der notwendigen Betreuungskapazitäten mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten – dezentral über das gesamte Stadtgebiet und möglichst orientiert am Bedarf des jeweiligen Stadtteils.
  3. Jugendarbeit stärken durch
  • Gewährleistung einer funktionellen städtischen Jugendpflege
  • Schaffung und Förderung von Betreuungsangeboten im Jugendzentrum und in den Stadtteilen
  • Unterstützung der Jugendarbeit in den Stadtteilen, durch Förderung von Vereinen, die sich tagtäglich für unsere Kinder und Jugendliche einsetzen
  • Aufbau eines Jugendbeirates oder eines Jugendparlaments, um Jugendliche an die kommunalpolitische Arbeit heranzuführen und Jugendliche in die kommunalpolitische Entscheidungsfindung mit einzubeziehen
  1. Umstädter Ferienspiele weiterentwickeln
  2. Instandhaltung der Spielplätze
  3. Förderung der Groß-Umstädter Vereine, insbesondere der Vereine, die sich in der Jugend- und Integrationsarbeit engagieren
  4. Förderung der Ehrenamtstätigkeit – Fachkundige Bürger als Entscheidungsunterstützung stärker in die politischen Prozesse mit einbeziehen
  5. Ansiedlung junger Familien in allen Stadtteilen unterstützen
  6. Unterstützung der Arbeit des Seniorenbeirates und der Seniorenhilfe im Rahmen einer Seniorenpolitik, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt
  7. Seniorenbeirat repräsentativer wählen (–> mit der Kommunalwahl – um so eine höhere Wahlbeteiligung zu erreichen) – alle Ortsteile sollen vertreten sein
  8. Erhalt der Seniorennachmittage
  9. Sicherstellen, dass das Haus Weinbergblick auch nach der Auflösung des Senioverbands unverändert als Pflegeheim weitergeführt wird
  10. Förderung und Belebung der Städtepartnerschaften
  11. Migrations- und Integrationspolitik: Chancen nutzen, die entstehen, wenn Menschen aus anderen Teilen der Welt zu uns kommen. Alle, die mit uns zusammenleben möchten und die Werte des Grundgesetzes teilen, sollen leichter am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Mögliche Maßnahmen sind hier Begleitung und Beratung, Sprachkurse, Patenschaften, Unterstützung Groß-Umstädter Vereine, die sich auf diesem Gebiet engagieren.
  12. Umsetzung des Sportstättenkonzeptes (Schaffung und Sicherung von Sportanlagen sowie von Hallen und Sälen in Umstadt und den Stadtteilen um den Vereinen ihre Arbeit zu ermöglichen). Auch bei der Stadionsanierung müssen endlich zügig Fortschritte erreicht werden.
  13. Barrierefreiheit auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen verbessern – auch im Hinblick auf eine problemlose Nutzung mit Rollstühlen, Rollatoren und Kinderwagen
  14. Kulturprogramm: vorhandene Mittel nutzen, um ein vielfältiges Kulturangebot zu gestalten, das möglichst viele Menschen erreicht – besonders auch Kinder und Jugendliche, junge Erwachsenen und Senioren, sowohl in der Kernstadt als auch in den Stadtteilen
  15. Sicherheit: gute Ausstattung des Ordnungsamtes und des freiwilligen Polizeidienstes, um ihre Aufgaben zuverlässig zu erfüllen zu können – etwa Verkehrssicherheit zu gewährleisten und gegen unkontrolliertes Parken vorzugehen. Fortführung der Teilnahme am Sicherheitsprogramm KOMPASS des Landes Hessen
  16. Stadtarchiv: Umsetzung des beschlossenen Konzeptes: Originaldokumente sollen in einer  kreisweiten Lösung gemeinsam archiviert werden (interkommunale Zusammenarbeit) und auf Stadtebene soll die Digitalisierung der historischen Dokumente weiter vorangebracht werden.

Groß-Umstadt soll eine lebenswerte, gut erreichbare und zukunftsfähige Stadt bleiben, in der sich alle Menschen sicher und wohl fühlen

  1. Zukunftsforum & Wachstumsstrategie: Wir wollen im Rahmen des Ende 2025 endlich gestarteten Zukunftsforums in einem breiten Dialog mit Politik und Bürgerschaft über mittel- bis langfristigen Wachstumszielen für unsere Stadt diskutieren. Die Ergebnisse sollen dann von der Stadtverordnetenversammlung als Orientierung für künftiges Handeln beschlossen werden.
  2. Bedarfsgerechter Ausbau der B45 und Anbindung der anliegenden Betriebe – dem geplanten vierspurigen Ausbau der B45 stehen wir kritisch gegenüber, da der zu erwartende Entlastungseffekt den sehr hohen Flächenverbrauch für einen vierspurigen Ausbau dieses Teilabschnittes nicht rechtfertigt
  3. Infrastruktur langfristig sichern – die aktuellen Einsparungen in der Straßenerhaltung führen langfristig zu wesentlich höheren Kosten. Deshalb müssen ausreichend Mittel bereitgestellt werden, um die fachgerechte Sanierung der Fahrbahnen und Gehwege im gesamten Stadtgebiet zu ermöglichen
  4. Nachhaltige Stadtentwicklung
  • Grundwasserschutz, Hochwasserschutz, Hitzeschutz, Lärmschutz, Lichtverschmutzung sollen stärker berücksichtigt werden
  • Flächenversiegelung so gering und so effizient wie möglich – Innenverdichtung verfolgen und unterstützen
  • Initiierung von Patenschaften durch Unternehmen und Bürger für die Pflege öffentlicher Grün– und Zierpflanzenflächen
  1. Höhere Priorisierung der Umsetzung des beschlossenen Radwegekonzeptes – sichere Radwegeanbindung zu allen Stadtteilen
  2. Verkehrssicherheit verbessern: Besonders Schulwege, Bereiche rund um Kindergärten, Senioren- und Pflegeheime sollen sicherer werden
  3. Kontinuierliche Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs, die sich auch am sich verändernden Nachfrageverhalten orientiert – ein wesentliches Instrument ist hier der weitere Ausbau der Rufbuslinie DadiLiner
  4. Unterstützung von Carsharing-Initiativen in Groß-Umstadt
  5. Entwicklung eines Verkehrswege- und Parkraumkonzeptes für die Kreisklinik, das MVZ und das Haus der seelischen Gesundheit, das die Anwohner spürbar entlastet
  6. Verbesserung der Parkplatzsituation am Bahnhof in Wiebelsbach
  7. Erscheinungsbild unserer Innenstadt: Die Gestaltungssatzung „Satzung über die Bebauung und Gestaltung der Innenstadt der Stadt Groß-Umstadt“, die 1976 beschlossen wurde, soll überarbeitet und ergänzt werden. Schwerpunkt sind hier bisher fehlende Maßstäbe für die Gestaltung der Außenbewirtschaftung
  8. Ehrenamt im Rettungswesen stärken: Die Feuerwehren aller Stadtteile und ihre Fördervereine sollen die nötige Hilfe für ihre ehrenamtliche Arbeit erhalten – ebenso das THW, das DRK und die DLRG
  9. Jugendarbeit im Rettungswesen fördern: Die Jugendarbeit aller Jugendorganisationen soll gezielt gestärkt werden

 

 

Die Kommunen sind strukturell unterfinanziert. Deshalb können wir keinen Haushalt aufstellen, der gleichzeitig

(i) ausgeglichen ist,

(ii) notwendige Erhaltungsmaßnahmen ermöglicht (z. B. Straßen, Gebäude),

(iii) wichtige Investitionen zulässt (z. B. Sportstätten, Klimaanpassung) und

(iv) angemessene freiwillige Leistungen bietet (z. B. Kinder- und Jugendförderung, Vereinsförderung, Kultur).

Solange Bund und Land die Finanzierungsstruktur nicht ändern, müssen wir mit zu wenig Geld wirtschaften. Die Kommunalaufsicht verlangt zudem, dass wir zur Haushaltsgenehmigung die Abgaben – vor allem die Grundsteuer B – erhöhen.

Um die finanzielle Belastung trotzdem so gut wie möglich zu verringern, wollen wir folgende Themen voranbringen:

  1. Interkommunale Zusammenarbeit – was können wir gemeinsam mit Nachbarkommunen und damit günstiger für alle machen?
  2. Optimierung des Bestands an städtischen Liegenschaften – um Kosten und tatsächlichen Bedarf besser Einklang zu bringen
  3. Nachhaltige Optimierung des Verwaltungshandelns – um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt zu erhöhen.
  4. Kernaufgaben in den Mittelpunkt stellen – mit einem ausgewogenen Verhältnisses zwischen der Auslagerung von Aufgaben und Beibehaltung einer bürgernahen Verwaltung.
  1. Wirtschaftsförderung stärken, um Arbeitsplätze in unserer Stadt zu schaffen und zu sichern sowie um die wichtigen Gewerbesteuereinnahmen zu erhöhen.
  2. Deutliche Verbesserung der kommunalen Standortbedingungen durch
  • Bedarfsgerechte Ausweisung von Gewerbeflächen, deren Vergabe nach noch zu erarbeitenden Maßstäben erfolgen soll – die Notwendigkeit des sparsamen Flächenverbrauchs muss auch hier ein wesentlicher Maßstab sein
  • Unterstützung von Unternehmensgründungen
  • Standortsicherung ortsansässiger Gewerbebetriebe und des Einzelhandels
  1. Regionale Versorgung stärken: Unterstützung von Selbstvermarktern insbesondere von gesunden Lebensmitteln
  2. Tourismus: In der Attraktivität unseres historischen Stadtkerns und in der landschaftlichen Schönheit der Umgebung steckt ein großes Potential für den Tourismus.
  3. Weiterentwicklung und Umsetzung eines wirklich umfassenden Stadtmarketingkonzeptes
  1. Ortsansässige Landwirtschaft Im Rahmen unserer kommunalen Möglichkeiten so unterstützen, dass sie auch künftig erfolgreich arbeiten kann – und damit zur regionalen Wertschöpfung und zur Versorgung mit Lebensmitteln beitragen kann.
  2. Ortsansässige landwirtschaftliche Betriebe stärker in städtische Aufgaben einbinden, wo eine aufwandsgerechte Vergütung unter den Kosten des Bauhofs liegen kann.
  3. Winzer, die mit dem Groß-Umstädter Wein auf hohem Qualitätsniveau den guten Ruf der „Odenwälder Weininsel“ prägen, gezielt fördern
  4. Weitere Investitionen in das Feld-, Wald- und Weinbergewegenetz für und mit den Landwirten, wodurch gleichzeitig auch die Naherholungszonen aufgewertet werden.
  1. Verantwortungsvollen und achtsamen Ausbau von Erneuerbaren Energien unterstützen
  2. Nachhaltige und ausgewogene Waldbewirtschaftungsstrategie, die sowohl die Widerstandskraft gegen den Klimawandel als auch den C02-bindenen Zuwachs im Blick hat
  3. Stadtgebiet an Klimawandel anpassen
  • Schwammstadtprinzip langfristig schrittweise umsetzen (Regenwasser nicht einfach über die Kanalisation ableiten, sondern lokal aufnehmen, speichern, versickern oder verdunsten. Ziel ist es, das Stadtgebiet klimaresilienter zu machen, Überflutungen zu vermeiden und das Stadtklima zu verbessern)
  • Stadtbäume/Stadtgrün zur Beschattung von öffentlichen Plätzen und Straßen und Wegen
  • Fassaden – und Dachflächenbegrünungen stärker nutzen
  • Frischluftschneisen erhalten
  • Verhinderung von Hitzeinseln im Innenstadtbereich
  • Lichtverschmutzung schrittweise reduzieren
  1. Lokale Energiegenossenschaft unterstützen
  2. E-Ladesäulen-Ausbau vorantreiben – besonders in den Stadtteilen
  3. Fortlaufende Prüfung was Gross-Umstadt tun kann, um die Landwirtschaft bei Anstrengungen im Klimaschutz zu fördern und zu unterstützen.
  4. Fortführung des Kooperationsvertrags zwischen Stadtwerken und Landwirtschaft zum vorbeugenden Grundwasserschutz sowie im Erosions- und Hochwasserschutz
  5. Verantwortungsvoller Umgang mit dem Verbrauch landwirtschaftlicher Ackerflächen im Rahmen neuer Baumaßnahmen
  6. Weitere Optimierung der Wasser-, Strom- und Heizungskosten in öffentlichen Gebäuden und bei der Beleuchtung – Berücksichtigung regenerativer Energien und Installierung von Blockheizkraftwerken bei städtischen Neubaumaßnahmen
  7. Umsetzung des bereits 2011 beschlossenen Projektes „Saubere Stadt“, für das gesamte Stadtgebiet – insbesondere auch durch Maßnahmen die das allgemeine Bewusstsein z.B. im Umgang mit Abfall, Hundekot usw. schärfen