Warum hat sich die BVG für die Unterstützung des Bürgermeisterkandidaten Robert Ahrnt entschieden?

m Odenwälder Boten 07.01.2022 bedauert der Umstädter FDP-Chef Listner, dass es nicht gelang, dass sich CDU, FDP und BVG auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen konnten, um die laut Listner ewig scheinende Alleinherrschaft der SPD zu beenden. Als Grund für das Scheitern von Listners Zielsetzung wird genannt, dass sich die BVG zur Unterstützung des grünen Kandidaten entschlossen habe und spricht sogar davon, dass die BVG „ausgeschert“ sei und dass sie der CDU „etwas heimzahlen“ wollte. Ich könnte jetzt im Gegenzug bedauern, dass sich die FDP nicht auch für eine Unterstützung von Robert Ahrnt ausgesprochen hat. Ich tue dies aber nicht, weil ich mir nicht anmaße, demokratische Entscheidungen anderer Gruppierungen zu werten, denn obwohl es kein Geheimnis ist, dass Robert Ahrnt auch Fürsprecher in der FDP hat, wird es bei den Liberalen mehrheitlich gute Gründe gegeben haben, sich für den Kandidaten Kirch zu entscheiden und das respektiere ich. Punkt.

Ich habe als BVG-Mitglied die Entscheidungsfindung pro Robert Ahrnt hautnah und in allen Stufen miterlebt und möchte hier ausdrücklich betonen, dass weder wahltaktische Überlegungen (Beendigung SPD-Herrschaft) noch Parteibücher (schwarz oder grün) oder gar niedere Beweggründe wie die unterstellten Rachegedanken gegenüber der CDU eine Rolle bei der Entscheidung der BVG-Mitglieder gespielt haben.

Im Laufe des Entscheidungsprozesses stellte sich vielmehr klar heraus, dass Robert Ahrnt nach Meinung der BVG-Mitglieder einfach die geeignetste Persönlichkeit ist, um unsere Stadt als Bürgermeister nach dem tragischen Tod von Joachim Ruppert sicher auf Kurs zu halten. Zuletzt hat er schließlich bis 2021 als Stellvertreter des Landrats bewiesen, wie gut er mit seiner ausgleichenden Art zwischen den politischen Lagern vermitteln kann und dass er auch andere Meinungen akzeptiert und sie entsprechend berücksichtigen kann.

Ausschlaggebend für den großen Rückhalt in der BVG-Mitgliederversammlung am 03. Januar 2022 (von 21 Mitgliedern stimmten 20 für Robert Ahrnt bei einer Enthaltung) waren seine große Verwaltungserfahrung in verschiedenen Rathäusern und in der Bauaufsicht des Landkreises und seine Verhandlungsfertigkeit, die er in der Stabsfunktion für die Baudezernenten der Stadt Darmstadt oder für den Vorstand für Projektentwicklung der Bauverein AG und nicht zuletzt als Erster Kreisbeigeordneter umfangreich unter Beweis stellen konnte. Darüber hinaus hat er im Laufe seines bisherigen Berufslebens hohes Geschick bei der Personalführung bewiesen und als ausgebildeter Wirtschaftsmediator verfügt er über wirkungsvolle Werkzeuge, um erfolgreich zwischen konträren Standpunkten zu vermitteln.

Wir haben unsere Entscheidung jedenfalls gründlichst überdacht und wir stehen, wie das Ergebnis der Abstimmung in der Mitgliederversammlung zeigt, auch mit überwältigender Mehrheit dahinter.

Wer Bürgermeister wird, entscheiden die Wählerinnen und Wähler am 20. März oder möglicherweise 2 Wochen später bei einer Stichwahl. Davor liegt noch ein sehr kurzer Wahlkampf, der auch noch durch die Pandemieeinschränkungen erschwert sein wird. Die BVG-Mitglieder sind fest davon überzeugt, dass es gemeinsam mit den Grünen gelungen ist, mit Robert Ahrnt den Wählerinnen und Wählern einen exzellenten Kandidaten zu präsentieren, denn er bringt alle Eigenschaften mit, die einen Bürgermeister erfolgreich machen: Kompetenz, Erfahrung, zuhören können, vermitteln, Lösungen suchen und dann gemeinsam umsetzen.

Ich jedenfalls habe ein sehr gutes Gefühl bei dieser Entscheidung, denn ich bin vollkommen überzeugt, dass ein Bürgermeister Robert Ahrnt meiner Heimatstadt in jeder Hinsicht gut bekommen würde.

Dr. Peter Ditter, Obergasse 19, 64823 Groß-Umstadt